Oder: You shall not pass! <p>Ob für unsere Computer, E-Mails oder Bankkonten: Passwörter sind heute meist das Mittel der Wahl, um sich in der digitalen Welt zu authentifizieren. In jüngster Vergangenheit sind Internetdiensten häufiger auch millionenfach die Passwörter ihrer Nutzer “abhanden” gekommen. Wir möchten ergründen wie Passworte funktioneren, was ein gutes und was ein schlechtes Passwort ist und wie es in unterschiedlichen Situationen verwendet werden sollte. Außerdem wollen wir diskutieren, wie Passwörter sicher gespeichert werden und welcher Werkzeuge sich dunkle Gestalten bemächten, um sie zu knacken.</p> <p>Sind Passworte überhaupt noch zeitgemäß? Welche Weiterentwicklungen gibt es? Was sind Hardware-Tokens, was eine Two-Factor-Authentification und was sind diese lustigen kleinen Kästen, die immer neue Zahlen anzeigen? Und wie sicher sind doch gleich Irisscan und Fingerabdruck? Um all das geht es am Donnerstag den 22.08 im Chaosradio 204, live aus dem Chaos Computer Club Berlin in der Marienstraße 11.</p>
Moderation: Wetter (Fiona fällt wohl aus) Gäste:
Danimo
Anna Biselli
Henryk
saite? nitram? mirko? rüdi? elektra? mutax?
n/a; fefe, nicht so: mntmn (würde ohne Fiona eher weniger einspringen), carina, nicht: Linus, starbug, cryx, hannes, frankri, bogk
Ton/Video: derpeter Shownotes: http://pad.shownot.es/doc/chaosradio-204
Beispiele für Datendiebstähle, Suche nach “Identitätsdiebstahl” auf BSI Webseite aus 2014:
21.01.2014 16 Millionen digitale Identitäten betroffen
Im Rahmen der Analyse von Botnetzen durch Forschungseinrichtungen und Strafverfolgungsbehörden wurden rund 16 Millionen kompromittierte Benutzerkonten entdeckt. “Benutzer wurden informiert” :)
https://www.bsi.bund.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Presse2014/Mailtest_21012014.html
03.04.2014 - 18 Millionen digitale Identitäten betroffen
Staatsanwaltschaft Verden (Aller) hat Daten aus einem laufenden Ermittlungsverfahrens. Botnetz missbraucht Identitäten für Spam-Mails
06.08.2014: 1.2 Milliarden digitale Identitäten betroffen
New York Times Interview mit Hold Security (HS). HS hat die Daten in “Untergrund-Kanälen” im Internet. Die Zugangsdaten stammen angeblich von ~ 420.000 Websites.
Vllt. klarstellen, dass Daten“diebstahl” ein ziemliches Schwachsinnswort ist. Die Daten sind ja dann nicht weg, sondern nur unberechtigt anderen bekannt geworden
zu leichte Passwörter
die beliebtessten passwörter vorstellen (unter einfluss von adobe-passwort-breach [http://splashdata.com/press/worstpasswords2013.htm])
123456
password
12345678
qwerty
abc123
123456789
111111
1234567
iloveyou
adobe123
“Passwort verlust”
→ Speichern von Passwörter / Salz / Hash
→ Kollision bei ungeeigneten Hashfunktionen (all die Dienste, die noch MD5/SHA1 benutzen)
Denn: Passwörter sind wie Unterwäsche – nicht verleihen, nicht rumliegen lassen und oft wechseln!
Was für Alternativen gibt es?
Alternativen zu Passwörtern
Wischdinger
Biometrie
Stimme
Augapfel
Finger
Faceunlock
→ Biometrie ist keine Passwort-Alternative, sondern allenfalls ein 2. Faktor!
außerdem: false positives / false negatives -> ROC-Kurve
was braucht man, um einen Fingerprint zu fälschen
Authentifizierung anhand von Verhalten [http://www.behaviosec.com/products/mobile-authentication/]
Was für sichere Alternativen gibt es?
Two Factor Authentication (Apps, HW-Tokens)
Man muss etwas WISSEN und etwas HABEN
beides muss unabhängig sein
Das WISSEN muss geheim, und das HABEN schwer/nicht kopierbar sein
YubiKey als Hardware-Token
gibt es auch in Software, z.B. Google Authenticator, RSA soft token
→ Wie funktionieren die?
Single Sign On und seine Tuecken
(Cloud-basierte) Passwort-Manager (LastPass!) und ihre Tuecken
Token mit limitierten Berechtigungen (Github)
Vertrauensstellung/“Passwortlose” Dienste (Kerberos/OAuth/SAML (Github)) (nur wenn zeit, ziemliches de-railing thema)
Statistiken, wie oft wie viele Passwoerter bekanntermassen “weggekommen” sind?
Problem mit Sicherheitsfragen (zu einfach/ergooglebar/mehrfach verwendet), s.a. Identity Theft: http://www.wired.com/2012/08/apple-amazon-mat-honan-hacking/
Was tun?
Passwortmanger + Two Factor? (backuppen!)
Passwörter generieren
Ganze Sätze vs. seltsame Zeichenwüsten mit Sonderzeichenl
Macht immer schön eure Backups
Passwörter Vermeiden
OAuth…..
Abmoderation: Wersind wir, wo gibt's das zum Nachhören, vielen Dank, usw.
Juce Rap News als Pause
Opener: Alec Empire Sy.ic Mindprint - https://soundcloud.com/white-mouse-records/mindprint (OK durch Monoxyd einholen) (03:33) Rap News Net Neutrality - http://www.youtube.com/watch?v=k-xSP_T0VqU (06:26) Professor Kliq - Wires and Flashing Lights (CC BY 3.0) (03:37) Backup paniq - Ultimate Downfall (CC BY 3.0) http://music.paniq.cc/track/ultimate-downfall TV Girl - Pantyhose (CC BY-NC 3.0) http://tvgirl.bandcamp.com/track/pantyhose-2 One Man, One Machine - http://stephenpaultaylor.bandcamp.com/track/1-man-1-machine-demo Outro: Tracky Birthday – Websiiite
http://www.heise.de/ct/meldung/c-t-zeigt-Auswege-aus-dem-Passwort-Dilemma-2289283.html http://www.theguardian.com/technology/2014/jul/16/microsoft-stop-using-strong-passwords-everywhere http://www.heise.de/ct/heft/2014-18-Kennwoerter-mit-Zettel-und-Stift-verwalten-2283904.html http://www.heise.de/ct/heft/2014-18-Ein-neues-Konzept-fuer-den-Umgang-mit-Passwoertern-2284364.html http://fionalerntprogrammieren.wordpress.com/2013/08/07/ohm-workshop-finger-print-spoofing/ http://re-publica.de/en/session/our-fear-and-apathy-towards-smartphone-attacks http://queue.acm.org/detail.cfm?id=2422416 (Rethinking Passwords, führt die aktuell verbreiteten Passwort-Regeln auf das US-Amerikanische Green Book von 1985 zurück, prägt den wunderschönen Begriff “eye-of-newt password rules”) https://subrabbit.wordpress.com/2011/08/26/how-much-entropy-in-that-password/ (Blogeintrag zur Entropieberechnung und warum Steve Gibson Mist erzählt) http://homepages.cs.ncl.ac.uk/jeff.yan/jyan_ieee_pwd.pdf (Experimentelle Untersuchung zur Merkbarkeit von Passwörtern basierend auf Phrasen)
Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Die Washington Post berichtet, dass die Ortung von Handys immer leichter immer mehr Stellen möglich ist. So können nicht nur Polizei und Geheimdienste, sondern auch sehr kleine Mobilfunkanbieter auf die Daten auch von Nutzern anderer Netze zugreifen. Schuld daran ist SS7, das Signalisierung Protokoll Nummer 7 aus dem Jahre 1975, welches ein grundsätzliches Vertrauen aller Netzbetreiber untereinander erfordert.